HHB-2014 : Tag der Velomobile

Die genaue Auswertung ist noch in Arbeit, aber es sieht so aus, als ob es eine neue schnellste HHB Zeit gibt. Als Organisator muss man sich aber nicht nur um die Auswertung kümmern, man hat auch seinen Spaß mit übriggebliebenem Gepäck und Zimmerschlüsseln. Wir werden das alles abgearbeitet bekommen, aber wir haben noch nicht fertig. Ich Danke allen Helfern, Unterstützern und den Teilnehmern. Bei allen Möglichkeiten, die Dinge ständig zu verbessern, insgesamt hat sich HHB 2014 sehr gut angefühlt.

Das Gefühl betrifft den Veranstaltungstag. Vorher und auch noch hinterher fällt für den Organisator doch immer ein wenig mehr Arbeit an, als man sich das so vorstellt. Da sind etliche, die sich anmelden und ummelden, bezahlen und auch wieder rechtzeitig abmelden und Geld zurück bekommen. Man nimmt sich jedes Mal vor, das System rigoroser zu gestalten. Mit Gebühren und so. Aber eigentlich will man gar kein Geld, sondern in Ruhe eine Veranstaltung auf die Beine stellen. Im Verein wird auch über eine strikte Anmeldepflicht für normale Brevets diskutiert. Ich würde gerne auf diesen ganzen Kram verzichten. Für HHB mit Startaufstellung, vorheriger Frühstückbestellung und der Buchung des Wassersportheims, ist mir da noch nichts eingefallen. Bei einem normalen Brevet würde mir schon was einfallen.

Am Veranstaltungstag selber, sollte das Meiste von alleine funktionieren, weil die Helfer wissen, was zu tun ist. Das war auch so. Sonst hätten wir nicht so viel Lob von den Teilnehmern bekommen. Aber ich werde noch mal mit meinen Damen über die Anmeldung vor Ort diskutieren müssen. Im Vorjahr ging das mit zwei Personen völlig problemlos, dieses Jahr gab es Verbesserungsvorschläge. Und sie waren zu dritt. Aber auch die Anmeldung hat funktioniert.

Wenn alles läuft, darf ich mich selber ins Auto setzen und zusehen, ob ich Fotos von den Teilnehmern für die Berichterstattung geschossen bekomme. Am Start war das Wetter gut. Man konnte sogar den Mond sehen. Gegen halb acht wird es hell und dann kann ich mich auf der Strecke begeben. Aber vorher muss man gefrühstückt haben. Hans-Jürgen, der Wirt vom Altengammer Fährhaus, kauft genügend ein. Es reicht auf jeden Fall auch für die Verpflegung an der Kontrollstelle in Dömitz. Und das Frühstück gehört bei HHB auf jeden Fall dazu.

Für die Radfahrer ist die Baustelle in Tespe kein Problem, für Autofahrer bedeutete sie aber einen erheblichen Umweg abseits der logischen Strecke. Wieder auf der Strecke, vor Bleckede, gab es dichten Nebel. Ich fuhr weiter. Hinter Hitzacker war es immer noch dunstig, aber man konnte wieder was sehen. Einige Aufnahmen gelangen, dann rief P. an. Wir können mit unserer Organisation nicht alle Eventualitäten abdecken. Im Notfall müssen die Teilnehmer selber sehen, wie sie zurechtkommen. Aber wir helfen natürlich, wenn wir können. Ps Kollege stand mit Kettenriss auf dem Kniepenberg. Ich transportierte ihn bis zur Kontrollstelle Dömitz.

Wir nennen HHB ein „Zeitfahren“ und vermeiden den Begriff „Rennen“. Denn es soll wirklich kein Rennen im üblichen Sinn sein. Alles findet im normalen Straßenverkehr statt und es gelten die Regeln der Straßen-Verkehrsordnung (in der Version für Radfahrer ;). Als Teilnehmer soll man jedenfalls Rücksicht nehmen. Rücksicht auf Andere und auch auf die eigene Sicherheit. Man kann die Strecke innerhalb der Vorgaben wählen, man kann alleine oder im Team starten und man kann auch sein Fahrzeugtyp frei wählen, sofern es nur über die eigene Muskelkraft fortbewegt wird. Ein gerechtes Ergebnis ist so gar nicht zu erwarten, aber zum Schluss gibt es eine Zeit und man kann vergleichen. Wir geben uns auch Mühe, alles richtig zu erfassen und Auswüchse zu ahnden. Aber wir  haben dabei unsere Kapazitätsgrenzen. Ich schreibe das so, weil man als Teilnehmer für die Kontrolle Dömitz, vielleicht doch mindestens 5 Minuten einplanen sollte.   

Ab Dömitz hatte ich Michael mit seinem Rad dabei. Er hatte am Start und in Dömitz geholfen und sollte mal sehen, wie die Teilnehmer so im Verkehr rund um Nauen unterwegs waren. Wir waren mit dem Auto auf der B5 Richtung Berlin unterwegs und hatten einige Zeit zu fahren, bevor wir die schnellen Velomobile erreicht hatten. Gegen so ein voll verkleidetes Gerät, hat man mit einem normalen Rad keine Chance. Die sind auf den normalen Straßen, mit Geschwindigkeitsbegrenzung und Ortschaften, kaum langsamer als die Autos unterwegs.

Nachdem ich Michael an der Tankstelle in Nauen abgesetzt hatte, begab ich mich noch mal zurück nach Friesack. Da kreuzt die Strecke über Havelberg die B5. An der Stelle kommen praktisch alle HHB-Fahrer durch und man kann ein paar Aufnahmen machen. Viele Velomobile waren allerdings schon vorbei.

Die Suppe war schon gekocht und die Würstchen lagen auf dem Grill, als ich gegen 15:00 Uhr am Wassersportheim eintraf. Uwe notierte die Eingangszeiten auf den Startnummern. Alles lief und ich musste nur noch meinen Laptop für den Eintrag der Zeiten in Gang setzen.  

Vor Berlin hatte es geregnet, nicht besonders stark, aber die Straßen waren und viele Teilnehmer hatten gesprenkelte Gesichter. Aber alle waren generell schnell unterwegs. Am 11.Oktober gab es wenig Wind, zwischen Hamburg und Berlin.

Es war schon fast dunkel und ich hatte mir auch schon ein erstes Bier gegönnt. Aber ich konnte es noch vertreten, ins Auto zu steigen. P. hatte eine Reifenpanne, Hochprofilfelgen und Ersatzschläuche mit kurzem Ventil.

So ein paar Gruppen kommen auch noch spät an. Das ist für uns auch in Ordnung. Aber irgendwann ist Nils Suppe alle und wir müssen zur Dose greifen. Der Abend klang für uns mit einem Feuerwerk aus. Nebenan wurde eine etwas aufwendigere Hochzeit gefeiert.

Am nächsten Morgen fehlte ein Zimmerschlüssel und einige Fahrer sind unterwegs irgendwo verloren gegangen. Außerdem ist mir von einem Sturz (ohne Fremdeinwirkung, aber mit Krankenhausaufenthalt) berichtet worden.  Auch wenn man auf solche Sachen gut verzichten kann, irgendwie gehört auch das dazu. Nach HHB ist vor HHB.

Bilder

Ergebnis (Roh)

 

Kommentare

Rennbericht HH-Berlin

Moin Moin,
danke für dieses tolle Event. Meine Premiere auf einer Tour < 200 KM. In meinem Blog habe ich meine Erlebnisse einmal zusammengefasst. Siehe http://ironeno.blogspot.de/ -
Beste Grüße aus Frankfurt und wie es ausschaut - Bis 2015  :-)
Carsten

So …… What’s next ?

Hallo Carsten, schöner Bericht ... und die Antwort auf Deine Frage (von einer Bekloppten) lautet: PBP 2015

Noch mehr Fotos

verschollene Fahrer

Als erstes war Daniel Fenn im Ziel, der für die Strecke nach eigenen Angaben 5:37 benötigte. Allerdings hatte er im Start- und Zielbereich etwas gebummelt.
Seine Startzeit in Hamburg war 8:15, tatsächlich hat er aber erst später in die Pedale getreten.
Im Ziel hat er sich dann anstatt der Zeiterfassung zu widmen, erstmal einen Plausch mit den Helfern gegönnt.
"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben" sagt der Volksmund. ;-) In der Ergebnisliste steht dann sicher eine etwas längere Fahrzeit. Daniel dürfte das wenig tangieren. Siegerehrungen sammelt er wie andere Pfandflaschen im Stadtpark.
Wir als Veranstalter sind beeindruckt. Letztendlich sorgen wir uns aber mehr um die am Samstag Abend 13 (!!!) verschollenen Fahrer, von denen uns die Zielzeit fehlt.