Brevet zur Ostsee

20 TeilnehmerInnen begaben sich auf die Runde zur Ostsee. Das Wetter war nicht schlecht für Ende März, kein Schnee, kein Regen und stürmische Winde konnten auch nicht registriert werden. Den hohen Erwartungen, hervorgerufen durch die Prognosen, wurde es aber trotzdem nicht gerecht. Die Grundfarbe war grau und eher kühl. Es gab aber auch die sonnigen Momente, landeinwärts nur nicht an der Kontrollstelle in Haffkrug bei Scharbeutz.

Normal ist, dass ein Brevet irgendwo, örtlich genau definiert, startet. Da fährt man dann los und folgt der Strecke nach GPS-Track oder Wegebeschreibung. Zum Schluss landet man hoffentlich wieder da, wo man losgefahren ist. Duscht, trinkt, isst und redet ein wenig, steigt ins Auto und hat einen netten Tag verbracht. Das war diesmal etwas anders, der Zugriff auf die vorgesehenen Duschen versperrt und unsere Organisation bestand aus einem Anmeldeserver mit Mailversand der Streckendokumente und einer Kontrollstelle zum abstempeln (und kassieren). Dafür war ich zuständig.

Zu einer richtigen Veranstaltung gehört ein Bericht und einem Bild mit Radfahrern bei ihrer eigentlichen Tätigkeit. Für dieses Foto hatte ich mich schon früher als erforderlich auf den Weg gemacht und war bis zur Stempelstelle in Hohwacht gefahren. Mittag hatte ich noch nicht, Rad war ich auch nicht gefahren, der Fischteller schmeckte trotzdem. Und dann trudelte auch die Gruppe um Knut ein. Sie waren um 8:00 Uhr in Bordesholm gestartet. Ich bekam dann meine Fotos von fahrenden Radfahrern und auch bald einen Anruf. Die ersten waren schon um 14:00 Uhr in Haffkrug eingetroffen.

Meine Stempeltätigkeit war übrigens kurzweiliger als befürchtet. Andrea leistete mir eine ganze Zeit Gesellschaft. Ihren Auftrag, eine Grußkarte für Heino zu beschaffen, hatte ich natürlich verdrängt. Aber an der Promenade gab es in fußläufiger Entfernung ein entsprechendes Angebot. Und als Günther ankam, hat sie mich dann wieder verlassen. Sie war noch vor dem Aufstehen in Hamburg gestartet, um mit Knut ab Bordesholm gemeinsam unterwegs zu sein. Der letzte Teilnehmer traf gegen 19:00 Uhr in Haffkrug ein.
 

Quadratur des Kreises

 Bei der Quadratur des Kreises geht es darum, mit Lineal und Zirkel, aus einen Kreis ein flächengleiches Quadrat zu konstruieren. Ferdinand von Lindemann hat bewiesen, dass das nicht geht. Die Streckenplanung und Organisation eines Brevets gehört ebenfalls in die Klasse der unlösbaren Probleme. Jedenfalls kann man es nie allen recht machen. Aufgrund unserer Organisations-Situation haben wir mehr als üblich freigegeben. Damit wurde auf jeden Fall weniger Treibstoff für die Anfahrt zum Startort verbraucht. Es bedeutet aber auch Kontrollverlust und die Teilnehmer müssen sich ihr Gemeinschaftsgefühl bei alternativem Startort selber organisieren. Ich bin mir aber sicher, dass jeder mindestens die 5-Punkte Marke (200 km) wirklich mit dem Rad gefahren ist. Für die 300 Strecken-Kilometer besteht aber keine Sicherheit. Es war ein netter Tag und Quadratierungsversuche haben Sinn und machen auch Spaß. Auf zum nächsten Näherungsversuch! 

Bilder

Bilder (Fotografin Andrea)

Kommentare

300ter Brevet ab Oldenburg

Eine 300ter Rudne von der Haustür zu starten, diese Gelegenheit ergibt sich fürmich ja recht selten.
Immerhin konnte so das Auto in der Garage stehen bleiben und ich mienen Anteil am Earth-Day damit leisten.
Vielen Dank für die Organisation dieser etwas anderen Form des 300ter-Brevets.
Durch die Fahrtrichtung gegen den Strom habe ich auch alle anderen Teilnehmer zumeist zweimal getroffen und wohl auch von allen den meisten Sonnenschein genossen.

Danke, Burkhard!Die Strecke

Danke, Burkhard! Die Strecke war ein landschaftlicher Traum und bot fahrtechnisch einige Herausforderungen: von Schotterpisten bis Sandweg. In diesen kleinen Dosen empfand ich das als willkommene Abwechslung auf der langen Strecke. Herzliche Grüße Wolf