Wieder keine 100%


220 Kilometer (fast) bis zum Bungsberg. Die ersten 170 km mit mal mehr oder weniger Regen. Der Regen hielt aber nicht bis zum Schluss durch. Wir schon !

Ergebnisse

Beim ausladen meines Rades sprach ich kurz mit Wolfgang. Sein Vortrag zur Physik des Radfahrens war gut besuchtWasser aus dem Handschuh und hat ihm auch selber Spass gemacht. Er erzählte, das er dabei ein Experiment vorgeführt hat, bei dem sein Rad praktisch selbsttätig auf der freien Rolle stabil "steht". So ganz genau konnte ich mir das nicht vorstellen, aber vielleicht bietet sich ja irgendwann wieder einmal die Gelegenheit. Wie das so ist, um 8:00 Uhr ist Start und man muss noch einige Dinge regeln. Wolfgang wartete auf 2 Vereinskollegen die nicht kamen und deshalb wollte er auch nicht. Es regnete.

Torsten wohnt, glaube ich, irgendwo bei Kiel. Er war morgens um 4:00 Uhr mit dem Rad gestartet und hatte ähnliche Probleme mit seinen Handschuhen, wie ich beim Nortorfer Brevet. Er berichtete, das er auf der ganzen Strecke nur Regen gehabt hätte. Auch wir starteten im Regen. Heino hatte keinen Ethicon-Betriebsangehörigen für den Empfang motivieren können, deshalb konnte er nicht mitfahren. Manche unterstellten ihm, er habe wetter bedingt, niemanden gefragt.

Rund um Kisdorfer Wohld kommen die ersten Hügel. Die Füsse sind nass, es ist kalt und es geht bergauf. Jedenfalls bin ich nicht motiviert, auch nur den Versuch zu unternehmen, an den "Rennfahren" dranzubleiben. Nur durchhalten und immer in Bewegung bleiben. Vor Wahlstedt hat jemand eine Reifenpanne. Persönliches Pech. Es ist zu nass und zu kalt, als das man anhalten könnte um jemanden beim flicken zuzusehen. Mir ist jedenfalls nicht danach. Ich sehe zwar zu, beim Haufen zu bleiben, aber es regnet und der Vordermann spritzt. So ist man denn Einzelkämpfer in der Gruppe.

Gerald empfiehlt den Radladen in Wahlstedt als Stempelstelle. 80,-€ kostet das Rennrad, das im Kundenauftrag zu verkaufen ist. Gerald hat sich einen Satz (Marken-) Stahlrahmen im Internet ersteigert und mehr bezahlt. Achtzig Euro, meint Norbert, da würde ich mich aber ärgern. Immerhin können wir eine Kundin beeindrucken, 200 Kilometer und das noch bei dem Wetter. Radfahren macht Spaß!

Zu dritt fahren wir weiter und halten auch nicht mehr an der "offiziellen" Tankstelle. Mit der Zeit stoßen andere Fahrer zu uns und es bildet sich wieder ein Radfahrerhaufen. In Bosau hält Gerald und Norbert wartet auch. Außerdem hat es die Steigung Richtung Eutin in sich. Alles sortiert sich neu. Mit einiger Mühe kann ich zu Thomas auffahren. Thomas friert und arbeitet sich vorne warm. Ich werde die letzen 130 km praktisch hinter ihm herfahren. Bergauf ist das für mich richtig anstrengend, in der Ebene eher gemütlich. In Schönwalde scheint es trocken zu werden. Es scheint nur so.

Das Fortshaus Bolande in Reinfeld ist ein gutbürgerliches Ausflugslokal mit Saal. "Gibt es Kaffee und Kuchen undSo hat man uns reingelassen dürfen wir uns hinsetzen? Wir sind etwas feucht geworden." Es gibt. Wir dürfen. Das Wasser tropft aus den Ärmeln des Trikots und es gibt feuchte Abdrücke auf den Polstern. Die Kuchengabel zittert. Thomas friert. Man muss auch für alles bezahlen. Frieren gegen schnell bergauf.

Nach der Bezahlung des Erdbeerkuchens ist es trocken! Wir sind fast ein wenig entäuscht, der Regen hätte jetzt doch wenigstens bis zum Schluß durchhalten können. Auf den letzen 50 Kilometern übernehmen unsere dänischen Radkollegen immer mehr die Führungsarbeit und jetzt wird es auch im flachen ein wenig anstrengend. Außerdem ist noch Jan mit seinem MTB bei uns. Zwei Kilometer vor Schluß gibt es noch eine leicht dramatische Situation mit einem BMW, der knapp vor uns einschert, weil Gegenverkehr kommt.

Den Abschlussstempel gibt es beim Pförtner von Ethicon. Dann duschen. Beim Abtrocknen stelle ich fest, dass sich Sandablagerungen in den Ohren gebildet haben. Meine Radhose ist übrigens bei Regen nicht so toll.Ankommer

Suppe gab es diesmal in der Firmenturnhalle, das Sportcasino ist belegt. Geduscht und gesättigt sieht die Welt doch gleich wieder freundlicher aus. Nächste Woche wieder!

Suppe in der Turnhalle